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Lesumer Kirche

1235 wurde die Kirche erstmals urkundlich erwähnt. Das Baujahr des ursprünglichen Kirchenbaus ist unbekannt. Vermutlich wurde schon bald nach dem Beginn der christlichen Mission in Norddeutschland im ausgehenden achten Jahrhundert auch in Lesum eine romanische Kirche errichtet.

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde das jetzige, größere Kirchenschiff in den Jahren 1778/79 nach einem Entwurf des Ratsbaumeisters Johann Dierks neu aufgebaut und im September 1779 eingeweiht.Die Steine des alten Kirchengebäudes wurden wieder verwendet. Von außen ist gut erkennbar, dass die Mauern der Kirche zu etwa zwei Dritteln aus alten Feldsteinen und zu etwa einem Drittel aus neueren Ziegelsteinen bestehen.
Seit 1882 dient der Kirchhof nicht mehr als Begräbnisplatz der Gemeinde. 70 Grabsteine aus der Zeit zwischen 1570 und dem Beginn des 20. Jahrhunderts sind erhalten, der älteste – eine Gruftplatte – befindet sich links neben dem Eingangsportal der Kirche.

Denkmal Gräfin Emma

Gräfin Emma

Gräfin Emmma von Lesum
Geboren um 980, gestorben 1038, ist Bremens bedeutendste Frau des Hochmittelalters, die wegen Ihrer Wohltätigkeit gegenüber Bedürftigen verehrt wurde. Der Sage nach soll sie dem Volke soviel Weideland geschenkt haben, wie ein Krüppel vom Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang umrunden konnte (Bürgerweide).

Heimathaus

Im Heimathaus im Zentrum Burglesums befindet sich der Lesumer Heimat- und Verschönerungsverein. Das Haus befindet sich seit dem Jahr 2000 im Besitz des Vereins und wurde aufwendig renoviert.

Das Haus ist als Kulturzentrum im Raum Burglesum angenommen und der Heimatverein bietet ein reichhaltiges Programm.

Im Erdgeschoss befinden sich ein Verwaltungszimmer, die Küche und ein größerer Veranstaltungsraum. Das Obergeschoß beherbergt das Bild- und Schriftarchiv sowie die Bibliothek, in der neben zahlreichen Bremen-Nord- und Bremen-spezifischen Büchern und interessanten Urkunden auch Landkarten und ausgewählte Erinnerungsstücke befinden.

Der Schatz des Heimathauses ist aber das Museums- und Zigarrenmacherzimmer. In diesem Raum befindet sich das „Damenzimmer“ aus dem ehemaligen Schloss Mühlenthal der Familie des Baron Knoop. Von dem 1871 erbauten und 1933 abgerissenen Herrenhaus im Tudorstil sind die Einrichtungsgegenstände zuvor veräußert oder auch kostenfrei angeeignet worden. Das hier erwähnte Mobiliar wurde von der Familie eines ehemaligen Schlossbediensteten ersteigert und jahrelang als Mädchenzimmer genutzt. Dankenswerterweise sind die Möbelstücke nun als Dauerleihgabe dem Lesumer Heimatverein überlassen worden. Die Einrichtungsgegenstände sind in das Zeitalter des Historismus, etwa von 1815-1848 einzuordnen.

Im selben Raum werden auch der Arbeitstisch und entsprechende Handwerksgeräte eines Zigarrenmachers aufbewahrt. Es sind anschauliche Erinnerungen an die zahlreichen Zigarrenmacherfamilien, die in Bremen-Burgdamm in mühevoller Heimarbeit zum Lebenshalt beitrugen.

Außerdem stellt Helmut Stellmascek hier einen Teil seiner kunstvollen Intarsienbilder aus. Er hat sich vornehmlich Motiven aus der norddeutschen Heimat gewidmet und minuziös aus Furnierholz Häuser, Kirchen, Schlösser und dergleichen aus kleinsten Teilen anschaulich zusammengesetzt und dargestellt.
(Rudolf Matzner)

Homepage: Lesumer Heimat- und Verschönerungsverein